Am
8. April 1920 wurde auf Initiative des Patentjägervereines
March im Gasthaus Kreuz in Rotenthurm der Kantonale Schwyzer
Patentjägerverband gegründet. Als Gründungsmitglieder sind
der am 24.4.1910 gegründete Jagdverein des Bezirkes Schwyz
sowie die übrigen Jagdvereine Küssnacht, Einsiedeln, Höfe
und March aufgeführt. Als erster Präsident amtete Xaver
Kamer, ( Präs. des JV des Bezirkes Schwyz,) Gartenlaube,
Arth. Auf Antrag der Sektion Höfe wurden die übrigen
Vorstandschargen auf die einzelnen Vereine verteilt die auch
die Wahl vorzunehmen hatten. Bereits an der
Gründungsversammlung wurde der Beitritt zum Schweizerischen
Patent- und Wildschutzverband beschlossen.
An der Delegiertenversammlung (DV)1926 in Pfäffikon
befürwortete die Versammlung anlässlich der Beratung der
Vollziehungsverordnung zum Bun-desgesetz einstimmig und mit
Begeisterung das Patentssystem dem wir bekanntlich bis heute
treu geblieben sind.
Die DV 1929 beschloss nach Diskussionen die Aufnahme des
Schwyzer Jagdvereins II. Diskussionen über eine mögliche
Fusion mit dem Jagdverein Bezirk Schwyz wurden bereits seit
1922 geführt. Das Protokoll des JV Bezirk Schwyz berichtet
über die DV des SKPJV vom 7.4.1929 folgendes: “Dabei war für
uns Folgendes von besonderem Interesse: Die Aufnahme des
Schwyzer Jägervereins (II) in den Kantonalverband. Dieser
Aufnahme stimmten auch wir zu, gaben jedoch ausdrücklich zu
Protokoll, dass wir uns wiederholt um den Zusammenschluss
der beiden Schwyzer Vereine bemüht haben, aber immer
erfolglos.“ Ebenfalls an dieser DV wurde das System der
Vorortssektion eingeführt. Als im Kanton Zürich die
Revierjagd eingeführt wurde befürchteten die Ausserschwyzer
Jäger eine ausserordentlich, zu starke Zunahme der
ausser-kantonalen Jäger . In unserem Kanton wurde übrigens
anfangs der Vierziger Jahre ein Systemwechsel zur Revierjagd
mit grossen Energien und vielen Emotionen diskutiert.
1940 beschloss der Regierungsrat den Wehrmännern der
Bataillone 146+188 das Jagdpatent zur halben Taxe abzugeben
sofern sie aktiv Dienst leisten und nicht dauernd im Urlaub
sind!
An der DV 1942 wurde das System der Vorortssektion wieder
fallen gelassen. Heftige Diskussionen über die Einführung
der Revierjagd scheinen die Ursache zu sein. Fortan wurde
der Kantonalvorstand wieder aus dem ganzen Kanton
zusammengestellt und jede Sektion musste mindestens
vertreten sein.
Die Jagdkommissionsitzung 1947 startete mit einigen
Turbulenzen. Der Vorsitzende, Landamman Bürgi, weigerte sich
in Anwesenheit eines Delegierten, der illegal einen
geschützten Hirsch erlegt hatte, die Sitzung zu eröffnen.
Ebenfalls wurde an dieser Sitzung gefordert, dass der Hege /
Reduktionsabschuss in den Banngebieten gegen Entgeltung
durch die Jägerschaft getätigt werden soll. Ich meine, diese
Forderung auch nachher wieder gehört zu haben.
Die DV 1952 debattierte unter anderem über die ersten
Hirsch-Hegeabschüsse in Euthal. Zum Abschuss freigegeben
werden sollten 1Hirsch (nicht unter 8-10 Enden) und drei
Tiere. Die Regierung gab sich un-schlüssig ob die
Reduktionsabschüsse nicht doch durch die Wildhut getätigt
werden sollten! Zu heftigen Diskussionen Anlass gaben auch
immer wieder die „Adler-Schäden“ und ob diese aus dem
Wildschadenfonds bezahlt werden sollen oder ob der
Naturschutzbund sie zu übernehmen habe.
1970 wird erstmals die Trophäenschau des SKPJV erwähnt.
1976 wurden die seit 1939 gültigen Statuten ersetzt.
Das ist ein Auszug aus den im Staatsarchiv hinterlegten
Protokollbüchern und erhebt keinen Anspruch weder auf
Vollständigkeit noch ist er auf Prioritäten ausgerichtet.
Vielmehr sollen Sorgen und Nöte auch früheren Zeiten gezeigt
werden.
Schwyzer Kantonaler Patentjägerverband.
Mathias Kälin (Präsident)